Jagdschaden

Aus Deutsches Jagd Lexikon - Wissen über Jagd, Natur, Naturschutz, Hunde und Outdoor
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Der Jagdschaden ist ein an Feldfrüchten durch die Jagdausübung z.B. Nachsuche oder Bergen von Wild, entstandener Schaden. Der Jagdschaden ist von dem Wildschaden unterscheiden, aber wie dieser durch den Jagdausübungsbrechtigten zu ersetzen.
Die Schadenersatzpflicht ist geregelt im § 33 BJagdG und in den einzelnen Landesjagdgesetzen.

Bundesjagdgesetz

§ 33 Schadensersatzpflicht

(1) Wer die Jagd ausübt, hat dabei die berechtigten Interessen der Grundstückseigentümer oder Nutzungsberechtigten zu beachten, insbesondere besäte Felder und nicht abgemähte Wiesen tunlichst zu schonen. Die Ausübung der Treibjagd auf Feldern, die mit reifender Halm- oder Samenfrucht oder mit Tabak bestanden sind, ist verboten; die Suchjagd ist nur insoweit zulässig, als sie ohne Schaden für die reifenden Früchte durchgeführt werden kann.

(2) Der Jagdausübungsberechtigte haftet dem Grundstückseigentümer oder Nutzungsberechtigten für jeden aus mißbräuchlicher Jagdausübung entstehenden Schaden; er haftet auch für den Jagdschaden, der durch einen von ihm bestellten Jagdaufseher oder durch einen Jagdgast angerichtet wird.

siehe auch: Wildschaden

Literatur

  • Drees, Hans / Thies, Hans-Jürgen: Wild- und Jagdschaden. Anleitung zur Geltendmachung und Feststellung von Wild- und Jagdschäden. Köln: Deutscher Gemeindeverlag, 8. Aufl. 2006