Torpedo-Ideal-Geschoß

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TIG von RWS
TIG und TUG

Das TIG (Torpedo-Ideal-Geschoß) ist ein 1917 von Wilhelm Brenneke konstruiertes Deformationsgeschoss für leichtes bis mittelschweres Wild.

Bereits 1905 brachte Wilhelm Brenneke eine Vorgängerversion mit dem Namen Brenneke Idealgeschoß auf den Markt. Dieses hatte bereits zwei Bleikerne unterschiedlicher Härte, umgeben von einem Stahlmantel und Bleispitze.

Der vordere weiche Bleikern ragt zapfenförmig in den hinteren härteren Bleikern hinein. Mit Torpedoheck und Scharfrand.

Das Torpedo-Ideal-Geschoß, besaß als ersten Büchsengeschoß über einen Scharfrand. Brenneke ließ sich den Scharfrand auch patentieren.

Wilhelm Brenneke vertrieb das TIG auch unter der Bezeichnung "Spezial-Jagdgeschoss-Torpedo-Ideal". Vor dem Krieg gab es kurzzeitig eine Version mit Bronzespitze, das "Spezial-TIG".

TIG und TUG sind keine Zweikammergeschosse, sondern Zweikerngeschosse, da die unterschiedlich harten ‚Bleikerne‘, die nicht von einem Steg getrennt werden. Zweikammergeschosse sind z.B. Nosler Partition, A-Frame und Blaser CDP.

Kaliber

  • 7 mm
  • .30
  • 8 mm

Bis 1945 wurde das "TIG" auch in 9,3 mm gefertig und Fabriklaborierungen damit geladen.

Fabrikation

Bis 1972 wurde das TUG von DMW in den Industriewerken Karlsruhe Augsburg (IWKA) gefertigt.

1972 - 2006 Fertigung durch RWS, Troisdorf.

Seit 2006 Fertigung durch Fa. Brenneke, Langenhagen.

Seit 2006 fertigt RWS die TIG-Konstruktion unter den Namen ID-Classic.


siehe auch: Geschoßtypen
siehe auch: TUG.

Literatur