AgrarBündnis

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Das AgrarBündnis ist ein Zusammenschluss von derzeit 24 unabhängigen Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie Verbraucher- und Entwicklungspolitik mit mehr als 1 Million Einzelmitgliedern.

Er ist als Interessenverband in der Lobbyliste des Deutschen Bundestages registriert (Nr. 11). [1]

1987 veröffentlichten die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Verbraucherinitiative und die entwicklungspolitisch engagierte BUKO Agrar-Koordination die „Aachener Erklärung“. Sie wollten die fortschreitende Ruinierung der bäuerlichen Landwirtschaft nicht länger hinnehmen und sich aktiv für eine Umorientierung der Agrarpolitik einsetzen. Das enorme öffentliche Echo und die Tatsache, dass die Erklärung schon kurz darauf von insgesamt 12 Organisationen unterstützt wurde, führte im Februar 1988 zur Gründung des Dachverbandes der Deutschen Agraropposition e.V. (DDA).

Um das Bündnis auch im Namen stärker hervorzuheben und zu verdeutlichen, dass die Agraropposition nicht nur gegen etwas ist sondern auch konkrete Vorstellungen zur zukünftigen Ausrichtung der Agrarpolitik hat, wurde der DDA im Herbst 1992 in AgrarBündnis umbenannt.

Projekt NEULAND

Ein ganz praktisches und inzwischen selbständiges Projekt ist NEULAND. Um einer Industrialisierung der Landwirtschaft entgegenzuwirken, wurde im September 1988 von den vier Organisationen der „Aachener Erklärung“ zusammen mit dem Deutschen Tierschutzbund der Verein NEULAND gegründet. Gemeinsam haben die fünf Trägerverbände Richtlinien für eine tiergerechte und umweltschonende bäuerliche Tierhaltung, für Transport und Schlachtung der Tiere sowie für die Verarbeitung der Fleisch- und Wurstwaren erstellt.

Der kritische Agrarbericht

Ein Hauptprojekt des AgrarBündnisses ist seit 1993 die Herausgabe des agrarpolitischen Jahrbuchs "Der kritische Agrarbericht". Er erscheint jährlich und wird regelmäßig auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt. Er dokumentiert die aktuelle Debatte um die Landwirtschaft.

Die Onlineausgaben der letzten Jahre können hier abgerufen werden.

Einzelnachweise

  1. Öffentliche Liste über die beim Bundestag registrierten Verbände und deren Vertreter auf der Website des Deutschen Bundestages


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