Apportieren

Aus Deutsches Jagd Lexikon - Wissen über Jagd, Natur, Naturschutz, Hunde und Outdoor
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Apportieren
Lehrgang des JGV Olpe
Foto: Joachim Orbach
Raubwild Apportieren
Lehrgang des JGV Olpe
Foto: Joachim Orbach

Apportieren, das Bringen von Wild und anderen mit Wild in Verbindung stehenden, wie z.B. Abwurfstangen, durch den Jagdhund auf Befehl.

Die Begriffe apportieren und Apporteur sind Lehnwörter aus dem Französischen, die auf lateinisch apportare „herbeibringen“ zurückgehen.

Retriever leitet sich vom englischen Verb retrieve „zurückbringen“ ab, das mit französisch retrouver „wiederfinden“ verwandt ist.

Hegewald führte 1881 aus: "Der Gebrauchshund muss nicht nur vorzüglich sicher und ohne zu knautschen edles Federwild und Hase apportieren, sondern er soll alles Niederwild, speziell aber auch Raubwild / Raubzeug, ohne geringste Bedenken mit Lust und Bravour dem Jäger schnell bringen. Er muss außer gewöhnlichem Apportieren, was viele Hunde sehr leicht lernen, auch im Wege fachgerechter Dressur ( Abrichtung/ Ausbildung ), erleichtert durch natürliche Anlagen unbedingt zuverlässig" Verloren-Apportieren. "Ich mache einen gewaltigen Unterschied zwischen Apportieren und Verloren-Apportieren und betrachte letztere Kunst als eigentliche Haupttugend, welche beim Gebrauchshund für die Jagd nie sorgsam genug ausgebildet werden kann. Der Fall, wie es fast immer an der Tagesordnung, dass ein kranker Hase oder Fuchs auf Nimmerwiedersehn in der Dickung verschwindet, muss in der Zukunft dann zur Unmöglichkeit werden."

siehe auch: À droit!
siehe auch: Apport
siehe auch: Là-bas!

Literatur

  • Hegewald: Der Gebrauchshund zur Jagd. Leipzig: Paul Wolff, 1881