Arbeitsgruppe Wildtierforschung der Professur für Forstzoologie

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Logo der Arbeitsgruppe Wildtierforschung

Die Arbeitsgruppe Wildtierforschung der Professur für Forstzoologie (Leitung: Prof. Dr. Mechthild Roth) widmet sich in Lehre und Forschung der Ökologie wildlebender Säugetiere und Vögel.

Besonderes Augenmerk gilt den Schalenwildarten (z.B. Rot-, Dam-, Muffel- und Schwarzwild) sowie den Raubsäugern; einheimischen (z.B. Wildkatze, Baummarder, Steinmarder, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Dachs, Fuchs, Fischotter), eingebürgerten / wiederkehrenden (z.B. Wolf, Luchs) als auch den gebietsfremden Arten (z.B. Waschbär, Marderhund, Mink). Im Mittelpunkt der europaweiten Forschungsvorhaben steht insbesondere die Ermittlung des Raum-Zeit-Musters von Tierarten, basierend auf dem methodischen Konzept der Radiotelemetrie.

Weitere Schwerpunkte sind nahrungsökologische Studien (z.B. Mageninhalt- und Losungsanalysen), welche Aufschluss über die trophische Einnischung der Arten geben und vor allem der Ermittlung nahrungsressourcenabhängiger Interaktionen innerhalb der Lebensgemeinschaften dienen. So galt in den letzten Jahren insbesondere bei den gebietsfremden Tierarten (Neozoen) und den wiederkehrenden Großraubsäugern das Interesse dem Einfluss dieser Prädatoren auf ihre Beutetiere.

Reproduktionsbiologische Studien, beispielsweise durch die Videoüberwachung von Wurfbauten und die Ermittlung populationsökologischer Merkmale (z.B. Altersstruktur durch Zahnschnitte) vorwiegend anhand der Sektion von Totfunden (z.B. Verkehrsopfer) ergänzen die Datengrundlage für die Entwicklung von Managementkonzepten zum Schutz der Artenvielfalt.

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