Bärenbeisser

Aus Deutsches Jagd Lexikon - Wissen über Jagd, Natur, Naturschutz, Hunde und Outdoor
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Bärenbeisser, auch Bullenbeisser, Bollenbeisser genannt, früher zur Bären- und Saujagd eingesetzter, kräftiger Jagdhundeschlag. Vergleichbar mit den heutigen Rottweilern.

Krünitz führt dazu aus: "Hunde, welche ziemlich groß sind, kurze gelbliche Haare, einen dicken kurzen Kopf, breite und schwarze Schnauze und weiten Rachen haben, mit den Augen sehr unfreundlich und wild aussehen, dabei aber nicht so hoch von Schenkeln, als stark von Leibe, sind. Sie pflegen gleich in der Jugend an Schwanz und Ohren verstutzet, und auf wilde Schweine, Wölfe, Luchsen und Bären, ingleichen zur Ochsen=Hetz, abgerichtet zu werden. In Ermangelung derselben werden Englische Doggen dazu gebraucht. Weil die Bärenbeisser sehr grimmig sind, und Menschen und Vieh öfters unversehens anfallen: so ist, in den Sächsischen sowohl als Brandenburgischen Gesetzen, solche zu halten, verboten." (Band 3, S. 435)

siehe auch: Englische Hunde
siehe auch: Polnischer Hund

Literatur

  • Heppe, Christian Wilhelm von: Einheimischer und ausländischer wohlredender Jäger: oder nach alphabetischerOrdnung gegründeter Rapport derer Holz-, Forst- und Jagd-Kunstwörter nach verschiedener teutscher Mundart und Landesgewohnheit. Regensburg: Montag, 1763, S. 50
  • Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft. 242 Bände. Berlin, 1773-1858, Band 3, S. 435 (1774)
  • Otto, Christoph / Stahl, Johann Friedrich: ONOMATOLOGIA FORESTALIS-PISCATORIO-VENATORIA. oder vollständiges Forst- Fisch- und Jagd-Lexicon. Erster Teil, 1772, S. 189