Borreliose

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Borreliose ist eine allgemeine Bezeichnung für verschiedene Infektionskrankheiten, die durch Bakterien aus der Gruppe der Borrelien (Spirochäten) ausgelöst werden. Die Erkrankungen kommen beim Menschen und bei allen anderen Säugetieren vor und können durch den Befall aller Körpergewebe vielfältige klinische Symptome auslösen. Die Übertragung erfolgt vor allem durch Zecken.

Die Borreliosen sind nach dem französischen Bakteriologen Amédée Borrel benannt.

Lyme-Borreliose

Erreger der Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit ist das Bakterium Borrelia burgdorferi. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt meist durch infizierte Zecken, die menschliches Blut saugen.

Vom Borrelia-Bakterium gibt es mehrere Arten. Je nach Art werden im Verlauf der Erkrankung verschiedene Organe betroffen. Erstes Symptom der Erkrankung kann eine örtliche Rötung an der Stichstelle sein, die sich ausdehnt und ringförmig wird. Innerhalb von Tagen bis Wochen verschwindet sie wieder. Bei einem Teil der Erkrankten kommt es nach Wochen, Monaten oder gar Jahren zu einem zweiten Stadium, während dem die Gelenke, das Nervensystem, die Haut und selten das Herz befallen werden können.

Im Gegensatz zu der ebenfalls von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitits FSME (Hirnhautentzündung) gibt es gegen Borreliose keine Impfung. Schutz vor einem Zeckenstich bieten: gut abschliessende Kleidung und das Meiden von Unterholz. Hilfreich sind ausserdem Schutzmittel für die Haut und Insektizide für die Kleider.

Weitere Informationen

Literatur