Lüneburger Modell

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Das Lüneburger Modell ist eine Anfang der 1970er Jahre entwickelte Richtlinie zur Schwarzwildbejagung.

Das Lüneburger Modell wurde von der Bezirksgruppe Lüneburg und der Kreisgruppe Helmstadt zur Hauptversammlung des Landesjägerschaft Niedersachsen 1970 als Resolution vorgelegt und verabschiedet.

Ausgearbeitet wurde das Lüneburger Modell von Norbert Teuwsen, Graf Bernstorff, Ofm. von Hollander, W. Johns, Ofm. Günther Raschke, Ofm. Sadowsky, und Dr. Straden.

Ziel ist es, durch starke Eingriffe in der Jugendklasse und Schonung der Mittelklasse, starke Keiler erlegen zu können und dabei eine Übervermehrung als auch eine Ausrottung zu Verhindern.

siehe auch: Bassenheimer Modell
siehe auch: Braunschweiger Modell
siehe auch: Günterslebener Modell
siehe auch: Hildesheimer Modell
siehe auch: Ingelheimer Modell
siehe auch: Lübecker Modell
siehe auch: Paderborner Modell

Zentrale Punkte des Lüneburger Modells

  • Stücke über 50 kg sind zu schonen
  • Aus einer Rotte ist immer das schwächste Stück zuerst zu erlegen
  • Frischlinge (keine gestreiften) scharf bejagen
  • Ab 1. November können einzelne Bachen erlegt werden
  • Jagdbare Keiler sind mind. 5 Jahre als oder über 100 kg schwer
  • angestrebte Gliederung der Strecke
70 % Frischlinge
20 % Überläufer
10 % stärkere Stücke
  • Jagdruhe auf Schwarzwild vom 1. Februar bis zu 15. Juni
  • Umsetzung der Vorgaben auf Hegeringsebene, ggf. Gründung von Schwarzwildringe.

Literatur