Meister Lampe

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Meister Lampe, auch Lampe, Löffelmann, Langohr, Mümmelmann, Krummer, Lamprecht, Scherz- und Fabelnamen des Hasen.

Willkomm führt dazu aus: "Der Hase erhielt den Namen Lampe im Tierepos <Reinke de Voß>, das erstmals 1498 in Lübbeck erschien. Der altdeutsche Männername Lantbert (aus ahd. landberath <der Landberühmte>, also <der Bote>, <der Briefträger>) mhd. Lamprecht, erfuhr eine Kürzung und erschien 1441 als Vorname. Im Raume dieser Tierdichtung war Lampe für Hase schon mindestens 30 Jahre vorher bekannt. Den deutschen Mundarten blieb Lampe als Name des Hasen fremd. Der alte Vollname Lamprecht für Hase wird nur selten verwandt." (S. 145)

Durch die Überarbeitung des Tierepos durch Goethes "Reineke Fuchs" ging die Bezeichnung in den allgemeinen Sprachgebrauch über.

Die Verkürzung von Lamprecht zu "Lampe" wurde sicherlich gefördert durch die Beobachtung, dass bei rennenden Feldhasen sich ihr (im Vergleich zum Hauptfell) helleres Unterfell am Hinterteil sichtbar in die Luft hebt. Wenn sich der Hase vom Betrachter entfernt, entsteht so der Eindruck eines ständigen Aufleuchtens, was an eine Lampe erinnert.

In der Waidmannssprache wird der helle Fleck an der Blume als Lampe bezeichnet.

Literatur

Personen