Schweiß

Aus Deutsches Jagd Lexikon - Wissen über Jagd, Natur, Naturschutz, Hunde und Outdoor
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Schweiß, auch Feisch, Farbe, Röte, Faisch, Fasch genannt, Blut vom Wild und Hund sobald es aus dem Körper austritt.

Im "Etymologische Wörterbuch des Deutschen" von Wolfgang Pfeifer, findet sich der Hinweis, dass im Altnordischen sveiti ›Schweiß‹ und ›Blut‹ bedeutete und das das Verb schwitzen in der Bedeutung ›quellendes Blut‹ (von Tieren) gebräuchlich war. Das Substantiv Schweiß war als tabuierende Umschreibung zu verstehen.
In der Redewendung "Blut und Wasser schwitzen" ist die alte Bedeutungsgleichheit noch erkennbar.

Franz Zwingmann weist daraufhin, "dass auch das Altgriechische neben „phonos“ einen zweiten Namen für Blut kennt, nämlich „haima“, was dem indogermanischen „swaimen“ und auch dem germanische „swaita“ sehr ähnlich ist.

Früher wurde Schweiß auch als Fahrt, Fährt, Gemerk bezeichnet und die Schweißfährte als Gefährt.

siehe auch: Ausgießen
siehe auch: Fahrt
siehe auch: Gefährt
siehe auch: Schweißen
siehe auch: Schweißfährte
siehe auch: Schweißschuppen


Quellen

  • Heppe, Christian Wilhelm von: Einheimischer und ausländischer wohlredender Jäger: oder nach alphabetischer Ordnung gegründeter Rapport derer Holz-, Forst- und Jagd-Kunstwörter nach verschiedener teutscher Mundart und Landesgewohnheit. Regensburg: Montag, 1763, S. 112
  • Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft. 242 Bände. Berlin, 1773-1858, Band 12, S. 132 (1773)
  • Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Akademie Verlag; 2., durchges. u, erg. Aufl., 1993
  • Zwingmann, Franz: Schweiß. Begriffe aus der Jägersprache. In: Jagd in Bayern, 2/2008, S. 22